Der Wernigeröder Kunst- und Kulturverein wurde 1990, bald nach dem Fall der Mauer, aber noch in der DDR gegründet. Die Stadt Wernigerode übergab dem Verein das Anwesen Marktstraße 1 zur Nutzung. In den folgenden Jahren wurden die zum Teil baufälligen Gebäude nach und nach saniert und für kulturelle Zwecke nutzbar gemacht.

Als erstes entstand die Galerie im Ersten Stock in den Wohnräumen von 1838. Hier werden seitdem jährlich 6 Ausstellungen zeitgenössischer Kunst gezeigt. Die Remise ist ein Veranstaltungsraum in einem Haus von etwa 1530, wahrscheinlich einer Schmiede. Seit 1991 wird er für sehr unterschiedliche Genres genutzt: Jazz, Kabarett, Konzerte, Lesungen, Kino, Diskussionen u.v.a.

Die Galerie „1530“ konnte in Wohn- und Arbeitsräumen der Renaissance eingerichtet werden. Hier werden jährlich wechselnde Ausstellungen mit historischen Bezügen zur Stadt Wernigerode und dem Harz gezeigt. Auf dem Hof wurden Kunsthandwerker mit kleinen Arbeits- und Verkaufsräumen angesiedelt. Der Kunstverein hat etwa 130 Mitglieder und hat etwa 50.000 Besucher im Jahr.